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Mallorca zur Mandelblüte mal anders

Mallorca zur Mandelblüte - das war das große Ziel. Dem kalten ungemütlichen Deutschland entfliehen und ein paar schöne erholsame Tage im wärmeren Süden verbringen - das war der Wunsch.

Nur leider spielt das Leben nicht immer so mit, wie man es sich wünscht. Warum der Urlaub doch ganz anders wurde als erwartet und wir ihn trotzdem genießen konnten, erfahrt ihr in diesem Reisebericht. 

Dieses Jahr beschlossen wir dem Winter den Rücken zu kehren und im Februar eine kleine Auszeit auf der Balearen Insel Mallorca zu genießen. Wir waren vor ca. 20 Jahren das letzte Mal auf Mallorca und so war doch alles neu und es gab viel zu entdecken. Zu dieser Jahreszeit ist die Insel noch nicht überlaufen und wir versprachen uns viel Zeit in der Natur und auf Wanderungen zu verbringen.

Von München flogen wir mit der Norwegian nach Palma. Dort übernahmen wir unseren Mietwagen von Europcar und fuhren sodann zu unserer Unterkunft - einem Finca Hotel in der Nähe von Bunyola. Einen ersten kurzen Ausflug unternahmen wir noch am gleichen Nachmittag und besuchten Bunyola, ein kleines idyllisches Dorf am Fuße der Serra de Alfabia. 

 

Übernachtung: Hotel Agroturismo Alqueria Blanca

Essen/Trinken: Bar Cafe Ca S`Espardenyer, Bunyola 

Nach einer guten ersten Nacht und einem tollen Frühstück hieß unser erstes Ziel am nächsten Tag Port Andratx. Wir schlenderten ein wenig durch den zu dieser Jahreszeit noch verschlafenen Ort, fuhren aber schon bald darauf weiter zu unserem eigentlichen Ziel - Sant Elm. Dort starteten wir eine Wanderung zum Torre de Cala en Basset, einem Wachturm aus dem Ende des 16. Jahrhunderts, der zum Schutz vor Piraten erbaut wurde. 

Wegbeschreibung:

In Sant Elm beim Restaurant Es Moli parken wir unser Auto. Von dort geht es zunächst ein kurzes Stück auf asphaltierter Straße (Avinguda de la Trapa) aus dem Ort heraus. Die Straße geht bereits nach kurzer Zeit in einen Schotterweg über. Wir wandern auf ebenem Weg durch den Kiefernwald bis wir zu einer Wegkreuzung kommen. Auf der rechten Seite findet sich die Ruine Can Tomevi. Folgt man diesem Weg wandert man zur Klosterruine La Trapa. Wir hingegen wandern geradeaus weiter auf breitem Weg über Wurzeln stetig bergauf in den Wald hinein. Immer auf dem Hauptweg bleibend, erreichen wir nach kurzer Zeit erneut eine Weggabelung. Zwei niedrige Mauerpfeiler auf der linken Seite durchqueren wir und gehen zu einem verschlossenen Eisentor. Der Weg verläuft rechts und wir passieren ein Eisengitter immer weiter bergab. Bevor wir auf unserem eigentlichen Weg weitergehen, spazieren wir geradeaus an den umzäunten Cases den Can Basset (ein Anwesen aus dem 13. Jahrhundert - mittlerweile restauriert) vorbei und erreichen nach kurzer Zeit eine Plattform mit einer Hüttenruine. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Cala en Basset. Im Anschluss laufen wir das kurze Wegstück zurück zu den Cases de Can Basset und biegen rechts auf einen Trampelpfad ab. Den Weg zeigen immer wieder kleine Steinmännchen sowie rote Farbmarkierungen. Wir halten uns links und steigen auf einem steinigen Pfad steil bergauf. Wir erreichen eine Lichtung, auf der sich eine Steinpyramide und ein auf dem Boden ausgelegter Steinpfeil befinden. Rechts abbiegend, die Insel Dragonera immer im Blick, erreichen wir nach wenigen Minuten den Torre de Cala en Basset. Die Aussicht aus 115 Metern Höhe ist einfach klasse. Nach einer Rast begeben wir uns auf dem gleichen Weg zurück zu der kleinen Lichtung und folgen geradeaus einem roten Farbklecks. Auf einer Waldpiste laufen wir stetig abwärts. An einer Weggabelung angekommen biegen wir links auf einen breiten Weg ab. Im Anschluss kommen wir zu einer anderen Weggabelung und biegen rechts ab (roter Farbklecks). Auf dem breiten Weg geradeaus erreichen wir wenig später eine Schotterpiste und kurz darauf auch schon die ersten Häuser von Sant Elm. Am Ende der Carrer de na Pòpia biegen wir links und kurz darauf wieder rechts in die Avinguda s´Algar ab. Dieser Straße folgend kommen wir nach kurzer Zeit wieder zur Placa de Mossen Sebastiá Grau und dem Restaurant Es Moli, unserem Startpunkt.

 

Die Wegstrecke (Rundtour) beträgt ca. 6 km und ist in ca. 2 Std. zu schaffen. Die Markierungen sind nicht immer sofort ersichtlich, aber mit ein bisschen Gefühl ist der Weg problemlos zu finden.

Da die Wettervorhersage für die nächsten Tage nicht optimal war, beschlossen wir im Anschluss auch noch einen Teil der Küstenstraße zu befahren. Am Mirador de Ricardo Roca machten wir einen kleinen Zwischenstopp und genossen einen Cappuccino Italiano sowie Mandelkuchen auf einer Terrasse mit herrlichem Blick über die Küste. Weiter ging es nach Estellencs, einem kleinen romantischen Ort, durch den wir hindurchschlenderten. Am Torre del Verger, der auf der Fahrt Richtung Banyalbufar liegt, erlebten wir einen kurzen tollen Sonnenmoment. In Banyalbufar wanderten wir hinunter zum Strand und konnten einen wunderschönen Sonnen-untergang bestaunen, bevor es zurück zu unserem Finca Hotel ging. 

 

Essen/Trinken: Es Grau, Estellencs

Restaurante Moon, Bunyola

In der Nacht regnete es stark und auch am nächsten Tag wurde es kaum besser - es war kalt und es nieselte. So fassten wir den Entschluss dem in der Nähe befindlichen Fashion Outlet einen Besuch abzustatten, bevor wir uns in die Inselhauptstadt Palma de Mallorca begaben. Der Einkauf war recht erfolgreich und so stieg die Laune zusehends. 

In Palma ließen wir uns treiben und erkundeten die touristischen Pfade. Wir besuchten im Vorbeilaufen die bekanntesten Sehens-würdigkeiten, entdeckten kleine Geschäfte und kauften einige Andenken. 

 

Einkaufen: Fashion Outlet, Marratxi

Arabay Kaffeerösterei, Palma de Mallorca

Essen/Trinken: Cappuccino Sant Miquel, Palma de Mallorca 

Besichtigung: Arabische Bäder, Palma de Mallorca

In einer genialen Tapas Bar, die wir durch Zufall entdeckten, aßen wir zu Abend. Gisbert, der bereits seit über 20 Jahren auf der Insel lebt, hat sich hier ein echtes Schmuckstück errichtet und offeriert leckere, kreative Tapas bzw. Pintxos zu guten Preisen. Die Bar ist mega stylisch eingerichtet, das Konzept ist genial und schmecken tun die kleinen Appetithäppchen auch noch. Dezente Hintergrund-musik und das tolle Ambiente machten den Abend zu etwas ganz Besonderem. Die größte Auswahl gibt es donnerstags und freitags; dann werden bis zu 70 verschiedene Leckereien serviert. Ein Besuch hier sollte Pflicht sein. Die Tapa "New York Style Pastrami" hatte es mir besonders angetan - ein Gedicht. 

 

Essen/Trinken: Tapas Bar Local No 2, Marratxi

Der nächste Tag versprach wettermäßig keine Besserung. Wir wollten dem Regen entfliehen und versuchten einen Ort auf der Insel zu finden, wo es vielleicht erträglicher ist. Wir fuhren in den Nordosten - ohne Erfolg. Regen, Regen, Regen. Wir besichtigten Artá (ein kleiner Plan in der dortigen Touristeninfo wies einen Rundweg durch die Stadt aus). Zu Fuß ging es z.B. auf den Kalvarienberg zur Santuari de Sant Salvador. Außerdem wanderten wir zu den steinernen Überresten einer alten Siedlung, den Talaiots Ses Paisses. 

Den nächsten Stopp legten wir in Cala Ratjada ein und machten hier eine Wanderung zum Leuchtturm Capdepera. Der Wind pfiff uns um die Ohren. Dafür konnten wir eine wunderschöne Landschaft genießen und waren fast alleine unterwegs. 

 

Besichtigung: Talayot-Siedlung Ses Paisses, Artá

Essen/Trinken: Restaurant Royal, Cala Ratjada

Wegbeschreibung: 

In Cala Ratjada gibt es reichlich Parkmöglichkeiten. Wir suchen uns einen Parkplatz in der Nähe vom Hafen von dem wir unsere Wanderung auch starten. An der Hafenmauer beginnt die Promenade zur Cala Gat. Wir laufen diese entlang bis wir die malerische Bucht erreichen. Wir überqueren den Strand und steigen auf der anderen Seite rechts die Treppen rauf nach oben und folgen der Avinguda Cala Gat bis wir wieder das Meer erreichen. Es gibt auch die Möglichkeit einen kleinen Trampelpfad unterhalb der Straße direkt an der Küste entlang zu laufen. 

Nun beginnt links der Aufstieg zum Leuchtturm Far de Capdepera. Kleine blaue Markierungen weisen uns den Weg nach oben. Es ergeben sich immer wieder herrliche Ausblicke und der Leuchtturm bietet tolle Fotomotive. Am Leuchtturm angekommen besteht die Möglichkeit die Wanderung weiter bis zur Cala Agula auszuweiten. Wir hingegen laufen auf der Straße abwärts zurück Richtung Cala Ratjada. Dabei kann der Weg über die Straße immer wieder durch kleine Seitenwege abgekürzt werden und wir sind schnell wieder zurück im Ort. Der Carrer Elionor Servera folgend erreichen wir schon bald unseren Ausgangspunkt. 

 

Dieser kleine Rundweg beträgt nur ca. 4 km und ist in ca. 1,25 Std. zu schaffen. Der Weg ist nicht schwer zu finden und Markierungen helfen bei der Orientierung. Sollte die Wanderung bis zur Cala Agula ausgeweitet werden verlängert sich der Weg um ca. 5 km und 1,5 Std. 

Wir hatten eine echte Schlechtwetterfront erwischt. Es regnete und wurde auch immer kälter. Trotzdem wagten wir es und fuhren am nächsten Morgen nach Sóller, um von dort eine kleine Rundwanderung zu starten. Der Weg führte uns über Biniaraix sowie Fornalutx und von dort wieder zurück nach Sóller. Unterwegs besichtigten wir das wunderschöne Dörfchen Fornalutx und kauften Proviant in einem dortigen kleinen Supermarkt.

Wegbeschreibung:

Wir parken in der Nähe vom Fußballplatz in Sóller (Einfahrt beim Restaurant Can Pedrito) und starten dort unsere kleine Rund-wanderung. Vom Parkplatz aus wenden wir uns nach links, entlang des Fußballplatzes erneut nach links und neben einem kleinen Bach die Straße rauf. Vor der Bar Can Rave biegen wir erneut links in den Cami Ses Moncades ein. Hier befindet sich auch eine größere Wandertafel an der wir uns orientieren können. Kurz darauf geht es weiter rechts in den Cami de S´Ermità. Wir folgen diesem bis zu einer T-Kreuzung. Hier biegen wir links in den unbefestigten Weg Richtung Fornalutx und Binibassi ein und erreichen bald darauf den kleinen Weiler Binibassi. Wir halten uns auf der asphaltierten schmalen Straße, dem Cami de Binibassi und folgen dieser bis zur Ma-2121. Dort biegen wir erneut links ab und wandern ein kurzes Stück die Straße entlang. Bald darauf sehen wir bereits Wanderwegweiser nach Biniaraix und folgen dem Cami Horta de Biniaraix, einer schmalen Asphaltstraße ins Dorf. Dort geht es links über die Treppe zur Placa de la Concepció mit der Bar Bodega und der Pfarrkirche. Weiter geht es auf dem Carrer de Sant Josep zum Waschhaus am Rande des Dorfes. Dahinter biegen wir links auf den Cami del Marroig ab und wandern auf der schmalen, kaum befahrenen Asphaltstraße in Kehren zwischen Gärten, Oliventerrassen und kleinen Gebäuden bergauf. Wir bleiben stetig auf dieser Straße bis wir links einen Wegweiser "Fornalutx a peu" sehen, dort abbiegen und auf einem alten Treppenweg talwärts laufen. Kurze Zeit später geht es rechts auf einem teils asphaltierten, teils geschotterten Fahrweg weiter. Wir halten uns an die Wegweiser Richtung Fornalutx und biegen wiederum links ab. In Kehren geht es auf einem breiten Schotterweg bergab. Weiter auf einem Treppenweg kommen wir an Mauern und Gärten vorbei. Eine gepflasterte Straße leitet uns nach links und wir gelangen auf den Cami des Creue schließlich ins Tal von Fornalutx. Über die Brücke und links auf dem Carrer de sa Font wandern wir direkt ins Ortszentrum. Wir erkunden den Ort und stärken uns bevor es auf den Rückweg nach Sóller geht. 

Unser Weg zurück führt an der Hauptstraße zu einem Parkplatz sowie einer Bushaltestelle. Von hieraus folgen wir der Straße ein kurzes Stück Richtung Sóller. Gegenüber vom Restaurant Santa Marta steigen wir eine Treppe hoch und gelangen, wenn wir uns links halten, an einem Sportgelände entlang auf den Camí Binibassi. Diesem folgen wir und halten uns an die Wegweiser Richtung Sóller, Binibassi. 

Die betonierte Straße geht in einen Weg über. Dieser wird schmaler und ausgesetzter. Nach einem Zauntor führt ein schmaler Pflasterweg zurück zu den Häusern von Binibassi. Von hier aus gehen wir auf dem bereits bekannten Weg zurück zu unserem Ausgangspunkt. 

 

Die Wanderung ist in ca. 3 Stunden machbar. Allerdings nimmt die Besichtigung des Ortes Fornalutx je nach Interesse einige Zeit in Anspruch. Die ca. 6,4 km verlaufen überwiegend auf asphaltierten Nebenstraßen, aber auch auf alten Pflaster- und Treppenwegen sowie schmalen Wanderpfaden. 

Im Anschluss machten wir noch einen kleinen Rundgang durch Sóller und ließen uns von der Straßenbahn nach Port de Sóller bringen. Leider wirkte dort alles recht trist und ausgestorben und so traten wir bereits nach kurzer Zeit wieder die Rückfahrt an. Wir sind nun zwar einmal mit der alten Bahn gefahren, aber 28 € (7 € p.P. einfache Strecke) für die Hin- und Rückfahrt waren dann doch ein recht teurer Spaß. 

 

Besichtigung: Straßenbahn nach Port de Sóller

Essen/Trinken: S´Hort, Bunyola

Tags drauf hatten wir deutlich besseres Wetter und es war kein Regen in Sicht. Wir machten uns auf den Weg nach Valldemossa. Von hier aus starteten wir unsere Wanderung und erkundeten die Reitwege des Erzherzogs. Eine wunderbare Wanderung mit sagenhaften Aussichten erwartete uns. Allerdings bekamen wir auch einige Schneereste zu sehen, womit wir nicht gerechnet hätten. 

Wegbeschreibung: 

In Valdemossa parken wir auf dem großen gebührenpflichtigen Parkplatz vor der Touristeninformation. Wir laufen ein Stück entlang der Hauptstraße Richtung Palma und biegen hinter dem Spielplatz links in die Straße Carrer de na mas ein. Kurz darauf biegen wir nach rechts in die Carrer de Son Gual ab und laufen weiter geradeaus. An den Laternen findet man immer wieder rot-weiße Markierungen, die einem den Weg weisen. Nach einiger Zeit teilt sich die Straße. Wir gehen links durch ein rostiges Tor auf einem Schotterweg weiter. Dem Hauptweg folgend kommen wir bald darauf zu einem Durchlass mit Viehgitter. Dahinter gehen wir links bergauf, an einer Ruine vorbei ins Cairats-Tal. Hinter einer Treppe neben einem verschlossenen Tor beginnt der Naturpark der Finca Pública de Son Moragues. Wir laufen weiter den steiler werdenden Weg hinauf und gelangen zum Rastplatz Sa Font des Polls. Wir bleiben auf dem links führenden breiteren Weg und wandern hinauf zum Refugi de Son Moragues, welches aber verschlossen ist. Dennoch findet man hier im Anbau eine Rastmöglichkeit. Nach diesem etwas anstrengenden Aufstieg wird der Weg flacher und schmaler. Er führt weiter oben aus dem Steineichenwald hinaus. Wir gehen weiter geradeaus und auf dem Plateau im Zickzack auf den alten Reitwegen des Erzherzogs bergauf. Hier ergeben sich grandiose Blicke bis zur Küste bei Deià. Wir erreichen den Puig Gros (938 m) und genießen die Aussicht. Wir wandern auf oder etwas unterhalb des Grats hinab zu einem Plateau, wo wieder die ersten Kiefern wachsen. Wir gehen geradeaus auf eine Baumgruppe mit Steinpyramide zu. Von dort laufen wir auf dem Camí de ses Fontanelles links auf dem Plateau leicht bergab, zurück in den Steineichenwald. Nach einiger Zeit machen wir einen kurzen Abstecher nach links zum Mirador de ses Basses. Bei einer kurzen Pausen genießen wir den schönen Ausblick zur Küste bei Valldemossa. Zurück auf dem Hauptweg gehen wir auf dem scharf links abbiegenden Pfad Richtung Valldemossa bergab. An einer Ruine halten wir uns links und laufen an einem Kalkofen vorbei. Bei einer T-Kreuzung wandern wir rechts durch ein Holztor. Auf den nachfolgenden Serpentinen verlieren wir schnell an Höhe und erreichen schon bald das Zugangstor zum genehmigungspflichtigen Bereich Muntanya del Voltor. Am Tor biegen wir links in den breiten Weg ein, der bergab führt. Wir laufen rechts an einem Zaun entlang (parallel zu einer Straße) und kurz darauf endet der Wanderweg in der Carrer Oliveres. Von hier aus gehen wir abwärts Richtung Ortszentrum und gelangen entlang der Hauptstraße wieder zum Parkplatz und unserem Ausganspunkt. 

 

Die Wanderung ist ca. 11 km lang und kann in ca. 4 Std. geschafft werden. Wir haben mit mehreren Pausen und einigen Fotostopps etwas länger benötigt. Der Weg ist eigentlich nicht schwer zu finden und ist auch in vielen Wanderführern, allerdings auch mit Alternativrouten, beschrieben. 

Im Anschluss schlenderten wir durch die Gassen des Städtchens Valldemossa, entdeckten tolle Fotomotive und genossen eine dortige Spezialität - Coca de Patata - in einem Café. Da wir diesen Traumtag komplett ausnutzen wollten, fuhren wir noch weiter nach Deià und spazierten durch den hübschen Ort. Außerdem fuhren wir am späten Nachmittag noch zur Cala Deià und erlebten dort die friedliche, spätnachmittagliche Stimmung sowie bald darauf einen schönen Sonnenuntergang. 

 

Essen/Trinken: Cafeteria Ca´n Molinas, Valldemossa  

Am folgenden Tag sollte der Nordwesten der Insel erkundet werden. Wir besuchten unter anderem Pollenca. Da Markt war hatten viele Geschäfte auch am Sonntag offen und so herrschte reger Trubel. Nachdem wir die 365 Stufen auf den Kalvarienberg absolvierten, besuchten wir noch die römische Brücke und kauften weitere leckere Spezialitäten auf dem Markt (Empanadas) sowie in einer Bäckerei (Ensaimadas). 

Essen/Trinken: Ca´n Bisquerra, Pollenca

Im Anschluss fuhren wir weiter; das Ziel sollte das Cap Formentor sein. Allerdings war für uns nur die Strecke dorthin ein wirkliches Erlebnis. Die Streckenführung war kurvig und es ergaben sich immer wieder sensationelle Ausblicke. Die Straße wurde zum Ende hin immer schmaler und die Parkmöglichkeiten am Cap Formentor waren begrenzt. Der weite Anfahrtsweg war es unserer Meinung nach nicht wert. Die beiden letzten kleinen asphaltierten Parkbuchten direkt vor bzw. nach dem Cap boten weitaus bessere Aussichten und Fotospots. Bevor es nach Port de Pollenca ging machten wir noch einen Stopp am Aussichtspunkt Mirador Colomer, der auf dem Hinweg hoffnungslos überlaufen war und den wir nun fast für uns allein hatten. Sensationelle Aussichten ergaben sich hier.

In Port de Pollenca genossen wir an der Promenade sitzend einen Mandelkuchen in der Sonne, bevor wir noch einen Abstecher nach Alcúdia planten.

Die Stadt wirkte allerdings wie ausgestorben und nach einem kurzen Rundgang sowie einem kleinen Spaziergang auf einem Teil der Stadtmauer machten wir uns bereits wieder auf den Weg zurück ins Hotel. 

 

Essen/Trinken: Grand Café 1919, Port de Pollenca

Frühstück gab es an diesem Tag das erste Mal auf der Terrasse und wir genossen den Blick bis zur Bucht von Palma. Unser heutiges Ziel sollte unter anderem das Kloster Lluc sein. Die Fahrt dorthin war schon spannend, aber das wurde im Laufe des Tages noch getoppt. Die Parkgebühren von ca. 6 € gingen in Ordnung, da der Eintritt für das Kloster etc. bereits inbegriffen war. 

Das nächste Ziel war Sa Calobra sowie der Torrent de Parais. Die berühmte Serpentinenstraße hatte es in sich und bot spektakuläre Ausblicke. Die kleine Bucht war sehenswert und vermittelte Südsee Feeling. Ein kurzer Fußmarsch entlang der Promenade und durch zwei kleine Tunnel brachte uns zum Torrent de Parais bzw. einer Schlucht. Es war zu diesem Zeitpunkt viel Wasser im Bach und wir konnten nicht weit hineinlaufen, dennoch lohnte sich der Weg dort hin. Zurück auf der Serpentinenstraße fuhren wir Richtung Sóller und zurück zu unserer Unterkunft. Wir kamen dabei am Gorg Blau Stausee sowie am Cuber Stausee vorbei. Die geplante Wanderung um den Cuber Stausee ließen wir ausfallen, da das Wetter wieder schlechter wurde und wir es zeitlich nicht mehr geschafft hätten.

 

Besichtigung: Kloster Lluc 

Wir entschlossen uns am vorletzten Tag unseres Urlaubs in den Südosten der Insel zu fahren. Wir besuchten Felantix und kauften dort Souvenirs und Andenken. Außerdem besuchten wir Cala Figuera. Ein wunderschöner kleiner Fischerort, den wir allerdings recht schnell erkundeten. Wir wärmten uns in einer der wenigen geöffneten Bars auf und genossen hier einen erstaunlich leckeren Mandelkuchen - unbedingt probieren! Da wir auch ein typisches Mitbringsel aus Mallorca erstehen wollten, fuhren wir außerdem zu den Salinen von Es Trenc. Den gleichnamigen Strand besuchten wir hingegen nicht, da horrende Parkgebühren diesen kurzen Ausflug für uns nicht rechtfertigten. Zudem ließ das Wetter enorm zu wünschen übrig und Regen und Wind machten uns zu schaffen. 

 

Am nächsten Tag ging es bereits wieder früh morgens zurück nach Deutschland. Da unser Rückflug aufgrund der Niki Air Insolvenz gestrichen war, mussten wir einen Ersatzflug (diese Mal mit Eurowings) buchen, der uns allerdings nicht zurück nach München sondern nach Nürnberg brachte. Von dort fuhren wir mit einem Mietwagen zurück nach Hause. 

 

Essen/Trinken: Bar Cala, Cala Figuera

Einkaufen: Flor de Sal d´Estrenc

Unsere Unterkunft: 

Mit dem Landhotel Alqueria Blanca in der Nähe von Bunyola haben wir einen wirklichen Glücksgriff gemacht. Der geschichtsträchtige Gutshof ist in ein modernes Hotel umgewandelt worden und trotzdem ist die Vergangenheit noch spürbar. In wunderschöne Landschaft gebettet bietet das Landgut Erholung pur. Beatriz und ihr Team sind sehr zuvorkommend und lesen einem jeden Wunsch von den Lippen ab. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt und können dieses traumhafte Hotel nur weiterempfehlen. 

Hotel Agroturismo Alqueria Blanca

Fazit: 

Den sibirischen Wintereinbruch haben wir zwar auch hier auf Mallorca gespürt, allerdings sind uns die wirklich eiskalten Temperaturen erspart geblieben. Dennoch war diese Reise anders als erwartet. Wir hatten die Jahreszeit ausgewählt um endlich einmal die Mandelblüte in voller Pracht zu erleben. Durch die warmen Temperaturen im Januar war diese aber bereits fast komplett verblüht; mit Ausnahme von wenigen Exemplaren. Zudem kam das außergewöhnlich schlechte und kalte Wetter dazu. Dennoch haben wir die Insel auf eine sehr ruhige und entspannte Art kennengelernt und können auch eine Reise im Winter empfehlen. 

 

Flüge, Hotel und Mietwagen gebucht über Rosenheimer Reiseservice. 

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