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Mit dem Stellplatzführer Pintrip nach Dänemark

Kennt ihr den Wohnmobil Stellplatzführer Pintrip schon?
Bereits seit einigen Jahren nutzen wir mit unserem Camper das deutsche Konzept Landvergnügen. Auch in Österreich waren wir bereits auf Entdeckungstour. Dort heißt der Campingführer Bauernleben.
Nun waren wir das erste Mal in Dänemark unterwegs und auch dort gibt es ein ähnliches Prinzip. Mit dem Wohnmobil konnten wir bei verschiedenen Gastgebern für eine Nacht gratis stehen und im Gegenzug haben wir die jeweiligen Angebote genutzt. 

Um mit Pintrip in Dänemark auf Reisen zu gehen, müsst ihr nur das aktuelle Buch und die damit verbundene Jahresvignette und Mitgliedskarte erwerben. Diese sind jeweils ein Jahr von März bis März des darauffolgenden Jahres gültig. Zudem erhaltet ihr Zugriff auf die praktische Pintrip-App, in der ihr alle Höfe aus dem Buch sowie ganz neu dazugekommene Höfe finden könnt. Sowohl die Beschreibungen in der App als auch im Buch sind auf Dänisch, Englisch und Deutsch. 

Aus den mehr als 300 Gastgebern, die über ganz Dänemark verteilt sind, kann sich so jeder genau den richtigen Ort heraussuchen. Sei es auf einem Bauernhof mit Köstlichkeiten aus dem Hofladen, bei einem Winzer mit einer dänischen Weinprobe oder bei einem Gastgeber mit besonderen Aktivitäten - hier ist für jeden etwas dabei und ihr könnt ganz nach euren Interessen auswählen, wo ihr die Nacht verbringen möchtet. Für uns war es ein besonderes Erlebnis auf diesem Wege Land und Leute kennen zu lernen. Jeder Gastgeber hatte eine ganz eigene Geschichte zu erzählen und es war sehr interessant und bereichernd für uns diesen Menschen zu begegnen. 

Es ist von Vorteil, wenn ihr autark unterwegs seid, denn nicht jeder Gastgeber kann alle Annehmlichkeiten, wie Sanitäranlagen, Strom oder Wasser zur Verfügung stellen. Ihr findet aber sowohl im Buch als auch in der App jeweils eine Beschreibung zum Hof und den angebotenen Serviceleistungen. Zudem könnt ihr gleich sehen, ob ihr euch vor Anreise bei dem Gastgeber telefonisch anmelden müsst oder einfach anreisen könnt. Die Kontaktaufnahme war für uns völlig unproblematisch. Viele Dänen sprechen sehr gut Deutsch und wenn das zu schwierig wurde, kamen wir auch mit unserem Schulenglisch sehr weit. Wir konnten uns mit allen Gastgebern sehr gut verständigen und austauschen. Daher gibt es überhaupt keinen Grund für Berührungsängste. 

 

Auf unserer 15-tägigen Rundreise sind wir aus dem Süden Bayerns gestartet, einmal quer durch Deutschland gereist und sind dann die Insel Jütland auf der Nordsee Seite hinaufgefahren und auf der Ostsee Seite wieder zurück. Dabei konnten wir mehrere Gastgeber kennenlernen und sind auch von dem dänischen Konzept mehr als begeistert. Von sportlichen Aktivitäten, süßen Leckereien, tierischen Zaungästen bis zu speziellen Herstellungsweisen war so Einiges dabei.

Wenn ihr mehr über unsere unterschiedlichen Erlebnisse und Eindrücke erfahren möchtet, dann lest einfach weiter. 

Parkgolf Blåvandshuk

Als ersten Stopp mit Pintrip haben wir uns den Stellplatz beim Parkgolf Blåvandshuk herausgesucht. Er lag auf unserer geplanten Strecke und auch eine späte Anreise war noch möglich. Wir verbrachten den Tag in Ribe und erkundeten jeden Winkel der ältesten Stadt Dänemarks. Auf der Weiterfahrt Richtung Norden war der Stellplatz daher perfekt für einen Zwischenstopp geeignet. Da kein Telefonsymbol im Buch und in der App verzeichnet ist, hieß es für uns einfach hinfahren. Direkt an der Auffahrt zum Hof fanden wir auch gleich ein Hinweisschild von Pintrip. Hier waren wir richtig!
Zunächst fuhren wir auf den großen kiesbedeckten Parkplatz und erblickten auch gleich Betina Jørgensen die uns herzlich begrüßte. Wir stellten uns vor und konnten uns auf Deutsch unterhalten. Schnell war geklärt, dass wir über Nacht bleiben konnten, dass wir entweder auf der Kiesfläche oder auf dem Rasen stehen konnten und dass es sogar möglich war noch eine Runde Parkgolf zu spielen. Zuvor zeigte uns Betina
 das kleine Sanitärhäuschen mit Dusche und WC, welches wir jederzeit nutzen durften. Da die Bahnen zum Spielen noch gemäht werden mussten, bereiteten wir uns zunächst ein Abendessen vor und genossen die Ruhe. Wir waren die einzigen Gäste an diesem Tag. Vor allem am Wochenende ist hier aber einiges los und viele Familien kommen hierher um einen entspannten Nachmittag mit Spiel und Spaß zu erleben. 
Bei einem weiteren Gespräch mit unserem Gastgeber Carsten Jørgensen erfuhren wir, dass der Hof über viele Jahre ein Bauernhof war und unter anderem Pferde gehalten wurden. Nach einem Urlaub auf Fünen, bei dem die Familie das erste Mal selber Parkgolf kennenlernte, war die Begeisterung groß und es entstand die Idee dieses Spiel nach Jütland zu bringen und selber anzubieten. Aus den Pferdeweiden wurden nach und nach gepflegte Rasenflächen. Der Platz ist noch ganz neu, aber erweckt schon jetzt jede Menge Interesse. 
Wir wollten es nun auch ausprobieren und bekamen eine Einweisung wie Parkgolf zu spielen ist. Dazu gab es zwei Schläger, zwei Bälle sowie ein Klemmbrett mit Zettel und Stift. Dann wurden wir auf den riesigen Platz entlassen. So einfach wie es sich angehört hatte, war es gar nicht. Das Spiel ist eine Mischung aus Golf und Krocket und kommt ursprünglich aus Japan. Ein Ball muss mit einem Schläger eine Bahn entlang geschlagen werden. Ziel ist es den Ball mit der vorgegebenen Anzahl der Schläge in das jeweilige Loch zu spielen. Am Ende gewinnt derjenige mit den wenigsten Schlägen. Die Bahnen haben eine Länge von 30 bis 100 m und es gibt zwei Parcours mit jeweils 9 Löchern. Wir spielten bis zum Sonnenuntergang und hatten riesigen Spaß. Ein Spiel kostet pro Person 100 DKK. Das entspricht aktuell 13,44 €. 

Uns hat unser erster Pintrip Stellplatz sehr gefallen. Wir können einen Aufenthalt hier nur empfehlen und bedanken uns für die entgegengebrachte Gastfreundschaft. 

 

Bonbonmuseum 2.0

Unsere nächste Übernachtung mit Pintrip fanden wir direkt in der Nähe von Dänemarks ältestem Nationalpark. Nachdem wir eine wunderschöne Wanderung vom Lodbjerg Fyr in die herrliche Dünenlandschaft des Nationalparks Thy unternommen hatten, fuhren wir nach telefonischer Voranmeldung am späten Nachmittag zum Bonbonmuseum von Anita und Manfred.

Hier kann der Besucher nicht nur handgemachte Bonbons kaufen, sondern erhält auch einen Einblick in die Geschichte und die Herstellung der kleinen Leckereien. In der Vorführküche konnten wir zusehen wie Anita mit Hilfe von Walzen, wie sie schon vor über 100 Jahren zur Bonbonherstellung genutzt wurden, Lakritzbonbons herstellte. Wir bekamen zudem eine kleine Führung durch die Ausstellung in der neben historischen Werkzeugen der Zuckermacher auch viele alte Werbemittel der Süßigkeitenindustrie zu sehen sind. Gespickt mit Manfreds tollen Erzählungen lernten wir ganz nebenbei so einiges über die Geschichte der Bonbonmacherei, aber auch über das Schicksal der Familie. 

Bei herrlichem Sonnenschein und einem heißen Kaffee saßen wir zusammen im Innenhof und erfuhren wie bereits vor über 10 Jahren die Idee entstand ein Bonbonmuseum zu eröffnen. Mit viel Herzblut wurden die unterschiedlichsten Exponate weltweit zusammen gesucht und die Ausstellung in der Scheune immer erweitert. In den Jahren zuvor gab es auch ein kleines Sägewerk sowie eine Kerzenmanufaktur in den alten Stallungen. Sie zogen bereits etliche Besucher auf den Hof. 

Doch dann passierte die Katastrophe! Ein Kurzschluss lies fast das komplette Anwesen abbrennen und vernichtete dabei auch alle handwerklichen Arbeiten und viele wertvolle Museumsstücke. Wir bewundern wie die Familie dennoch nicht aufgegeben hat und zumindest das Bonbonmuseum wieder aufbaute. Der offene Ausstellungsraum mit integrierter Küche, Verkaufsraum und kleinem Café wirkt hell und freundlich und jeder Besucher wird herzlich empfangen. 
Mit dem Camper konnten wir entweder im Bereich der Hofeinfahrt auf einer gekiesten Fläche stehen oder hinter dem Haus im idyllischen Garten. Wir entschlossen uns für den Rasenplatz im Garten und hatten eine sehr ruhige und erholsame Nacht. Aus der riesigen Auswahl an unterschiedlichen Geschmacksrichtungen suchten wir uns nach ausgiebigen Test unsere Lieblingssorten aus und erwarben ein paar Dosen der selbstgemachten Naschereien. 
Auch diesen Stellplatz können wir uneingeschränkt empfehlen. Für Gäste aus Deutschland attraktiv, da Anita und Manfred ebenfalls aus Deutschland stammen und es somit keine sprachlichen Barrieren gibt. ;-) Wir danken für die Gastfreundschaft und wünschen weiterhin alles erdenklich Gute.  

Blokhus-Salt

Auf unserer Weiterfahrt Richtung Norden, immer weiter die Nordseeküste entlang, pausierten wir in kleinen Orten, an weiten Stränden und in einzigartiger Natur. Schnell war auch unser nächster Campingstopp mit Pintrip herausgesucht. Nach einem Telefonat mit Bo stand fest, dass wir die Nacht bei Blokhus Salt verbringen konnten.

Mit uns stand das erste Mal auch ein weiterer Camper aus Norwegen bei diesem Gastgeber. Wir wurden von Bo und seiner Frau willkommen geheißen und durften uns auf die Kiesfläche im Eingangsbereich stellen. Im Anschluss ging es in den hübschen Innenhof und wir erhielten sogleich eine Führung. Die Familie Samson stellt aus Nordseewasser ihr eigenes Salz her und verfeinert es. Aus 1000 Liter Meerwasser werden ca. 30 kg Salz gewonnen. Dazu wird die Kraft der Sonne genutzt. Die Solarkollektoren auf dem Dach erzeugen die nötige Wärme, damit das Wasser verdunstet und schlussendlich weißes Gold übrig bleibt. Die Konstruktion, die kleinen Salzpfannen und das Verfahren hat Bo sich mit den Jahren selbst aufgebaut und optimiert. Mit frischen Kräutern aus dem eigenen Garten, die direkt in das Wasser gegeben werden, erhält das Salz einen einzigartigen Geschmack. Mittlerweile gibt es unzählige verschiedene Sorten und Bo probiert immer wieder neue Geschmacksrichtungen aus. 
Im Hofladen können diese neben vielen weiteren Produkten aus der Region, wie Schokolade, Bier oder auch Käse, erworben werden. Aus dem Salz wird aber auch duftendes Badesalz sowie Salzbäder gegen Schuppenflechte hergestellt. Besonders skurril war es für uns kleine Wannen für die Füße im hofeigenen Café zu sehen. Hier können Gäste im gemütlichen Ambiente bei einer warmen Tasse Tee oder Kaffee und einem leckeren Stück Kuchen ein erholsames Fußbad genießen. Wir haben es selber nicht ausprobiert, aber erfuhren, dass die Fußbäder sehr beliebt sind und großen Anklang finden. Ein Fußbad und Kaffee kosten 25 DKK (aktuell 3,36 €).
In den Sommermonaten können zudem gegen Gebühr die zwei große Salzwasserbassins im Garten als Sitzbad genutzt werden. In jedem Wasserbad haben 2-3 Personen Platz. 

Auch dieser Hof und vor allem die Gastgeber haben uns wieder sehr überzeugt und gezeigt, dass das Reisen mit Pintrip sehr erlebnisreich ist. Wir konnten abermals tolle Menschen kennenlernen, die auch einmal etwas wagen, Dinge ausprobieren und sich mit viel Engagement etwas aufbauen. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg und alles Gute. Danke, dass wir zu Gast sein durften. 

 

Biobauernhof ZENAS-Pedersholt

Nachdem wir ganz im Norden Dänemarks Skagen beziehungsweise Grenen besucht haben, fuhren wir wieder in südliche Richtung. Die Halbzeit unseres Urlaubs war erreicht und nun ging es auf der Ostseeseite zurück Richtung Deutschland. Es lagen aber noch einige wunderbare Tage und Erlebnisse vor uns. 

Einen weiteren Stopp mit Pintrip legten wir nur ein paar Kilometer von der hübschen Hafenstadt Sæby entfernt ein. Nachdem keine Voranmeldung in Buch und App vorgesehen war fuhren wir einfach zum Hof der Familie Zenas. Die angebrachten Pintrip Schilder wiesen uns den Weg und wir stellten uns mit dem Camper direkt vor die Rinderweide. Der erste Versuch Kontakt mit unseren neuen Gastgebern aufzunehmen schlug fehl, denn wir trafen niemanden an. Zunächst waren wir verunsichert, ob wir einfach stehen bleiben konnten und uns einrichten sollten. Wir nutzen das schöne Wetter für eine Kaffeepause und warteten ab. Bald darauf kam unser Gastgeberpaar, Ann und Frank, von einem Spaziergang zurück und begrüßten uns herzlich auf ihrem Hof. Es war völlig in Ordnung, dass wir uns hier hingestellt hatten und wir hatten uns umsonst Gedanken gemacht. 

Die Familie betreibt den kleinen Bio-Bauernhof ZENAS-Pedersholt. Sie produzieren Lebensmittel in Bioqualität und verarbeiten unter anderem das selbst angebaute Obst zu Marmeladen und Säften. Eine kleine Herde aus Hereford-Limousin-Rindern gehört ebenfalls zum Hof. Sie werden das ganze Jahr über auf der großflächigen Weide gehalten. Es sind gute Fleischlieferanten und die vakuumierten, gefrorenen Fleischprodukte können ebenso im Hofladen erworben werden. Wir haben uns für Grillwürstchen entschieden, die wir noch am gleichen Abend zubereiteten. Auch die gekauften Säfte haben uns sehr gut geschmeckt. 
Im Buch stand, dass die Gastgeber auch WC und Dusche anbieten und wir fragten danach. Es war überhaupt kein Problem diese zu nutzen. Überrascht waren wir allerdings als die Gastgeber uns einen Schlüssel zum Wohnhaus gaben und wir das Badezimmer im Haus nutzen durften. Vielen Dank für das Vertrauen und die tolle Gastfreundschaft. Es sind weitere Sanitäranlagen auf dem Hof in der Scheune geplant. Diese sind allerdings noch nicht fertiggestellt. 

Uns hat auch dieser Stellplatz mitten auf dem Land sehr gut gefallen und wir können einen Besuch auch hier nur weiterempfehlen, um die Nähe zur Natur, die herrliche Ruhe und die ökologischen Lebensmittel zu genießen. Ann gab uns noch tolle Tipps für unsere Weiterfahrt. Wir können die Wanderung Panoramaruten am Mariagerfjord beispielsweise sehr weiterempfehlen. Auch der Nationalpark Mols Bjerge ist wunderbar für Wanderungen geeignet.  

Rishøjgård Farmshop

Bevor wir Aarhus erreichten legten wir erneut einen Übernachtungsstopp mit Pintrip ein. Nur ca. 10 km von der Stadt entfernt befindet sich der Rishøjgård Farmshop von Dorte und Bob. Laut Buch konnten wir einfach anreisen. Am Hof angekommen fanden wir auch gleich die bereits bekannten Pintrip Schilder auf einem Kiesparkplatz direkt an der Straße. Hier hing jedoch ein Zettel mit einer Telefonnummer, die Pintrip Gäste bei Ankunft anrufen sollten. Gesagt, getan.

Wir erreichten Dorte, allerdings war sie unterwegs. Sie versuchte uns zu erklären, dass wir mit dem Camper auch auf einem ruhigeren Stellplatz hinter dem Haus stehen konnten. Es war aber etwas kompliziert und wir verstanden nicht gleich wohin wir fahren sollten. Letztendlich fragten wir nochmal nach und standen dann sehr ruhig auf einer Wiese direkt am Feld neben einem Tiny House. Am Abend kam uns das Pfauenpärchen des Hofes besuchen und wir beobachten einen Fasan, der übers Feld stolzierte bevor wir müde schlafen gingen. 

Der erste Eindruck vom Gelände war etwas unordentlich. Die Betreiber sind aber sehr freundlich und wir durften uns alles anschauen. Nach einer ruhigen Nacht besuchten wir am nächsten Morgen die Tiere des Hofes. Es gibt Schweine und Kaninchen sowie die beiden Pfauen. Im Hofladen haben wir natürlich auch eingekauft. Wir füllten unseren Obst- und Gemüsevorrat auf und erwarben kleine Mitbringsel wie Seifen und Dekoartikel. Auch dänischer Honig kam in den Einkaufskorb. Der Hofladen ist sehr gut ausgestattet, wie ein kleiner Biosupermarkt. Wir waren überrascht über die Auswahl. In der dazugehörigen kleinen Gärtnerei können auch Pflanzen und Töpfe gekauft werden. Nach einem kurzen Plausch mit Dorte verabschiedeten wir uns auch schon wieder und fuhren die wenigen Kilometer nach Aarhus, um uns die Stadt anzusehen. Für Pintrip Gäste bietet es sich auch wunderbar an, die wenigen Kilometer mit dem Rad zurückzulegen. Es gibt eine schöne Strecke direkt am Meer entlang und man spart sich die Parkplatzsuche. 
Auch auf diesem Hof standen wir hervorragend. Es war zwar etwas chaotisch, aber sehr liebenswert dort. Abermals haben wir einen tollen Ort kennenlernen dürfen. 

Frøkær Vingård

Unseren letzten Stopp mit Pintrip in Dänemark machten wir auf einem Weingut, dem Frøkær Vingård. Wir wollten unbedingt dänischen Wein probieren, denn Dänemark gilt für uns nicht als typisches Weinland. Erst seit den 2000er Jahren ist Weinanbau in Dänemark zu kommerziellen Zwecken gestattet.  

Auch bei diesem Gastgeber konnten wir einfach anreisen. Wir fuhren zunächst auf den Hof und begaben uns in den Wein-Shop. Es dauerte nicht lange und Jens begrüßte uns. Er zeigte uns gleich wo wir stehen konnten und wir vereinbarten eine Weinprobe. Wir erfuhren, dass der Weinanbau zunächst als Hobby startete und die ersten Rebstöcke versuchsweise gepflanzt wurden. Jens musste zunächst herausfinden welche Sorten für den Boden überhaupt geeignet waren. Es stellte sich bereits nach kurzer Zeit heraus, dass nicht alle Sorten brauchbar waren. Als geeignete Rebsorten, die auch noch heute angebaut werden, stellten sich Solaris (als einzige weiße Traube) und die beiden roten Traubensorten Rondo und Leon Millot heraus. Jens testet aber auch immer wieder neue Sorten, um die optimale Rebsorte für den Anbau zu finden. Es sollte fast 10 Jahre dauern, mit Rückschlägen, wie sehr frostigen Wintern und kompletten Ernteausfällen, bis sich das Blatt im Jahr 2014 wendete. Das Jahr war ein perfektes Winzerjahr. Die Bedingungen waren ideal und es konnten 2000 kg Trauben geerntet werden. Die nächsten Jahre hielten sich die Waage; ein sehr gutes Jahr wechselte sich mit einem Durchschnittsjahr ab, aber der Weinanbau hatte sich etabliert. 
Wir probierten den sehr leckeren Weißwein, einen Roséwein sowie zwei Rotweine. Letztendlich haben wir von jedem Wein eine Flasche für zu Hause mitgenommen, da sie uns alle geschmeckt haben. Es gibt auch spezielle Eisweine mit einer hohe Restsüße. Diese waren aber nicht nach unserem Geschmack. Im Anschluss zeigte uns Jens seine kleine Weinkellerei mit den Weinpressen und Gärtanks und gab uns einen kleinen Ausblick in die weiteren Planungen. 

Die Nacht verbrachten wir ruhig auf einer Wiese hinter dem Haus mit Blick auf die noch kahlen Weinreben. Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns von unserem Gastgeber und traten die Heimreise an. Es war sehr interessant in den Weinbau Dänemarks Einblick zu erhalten. Wir haben gemerkt wieviel Zeit und Geduld es kostet, bis ein gutes Produkt entsteht. Rückschläge werden hingenommen und es wird weitergemacht. Wir haben auch hier wieder einen Gastgeber kennengelernt, der mit Herzblut bei der Sache ist. Den Stellplatz und vor allem auch die Weine können wir sehr empfehlen. 

Wunderbare Erlebnisse und tolle Einblicke

Es liegt ein wunderbarer Urlaub auf der dänischen Insel Jütland hinter uns. Wir haben viel erlebt und gesehen. Den kompletten Reisebericht findet ihr demnächst auf meinem Blog. 
Neben den hier vorgestellten tollen Plätzen, die wir mit Pintrip besuchten, waren wir zwischendurch auch auf anderen Stellplätzen, die wir über Park4Night oder in Camping Foren gefunden haben. Nicht immer war ein geeigneter Hof auf unserer Reiseroute zu finden oder er war für uns nicht passend. Da wir keine Dusche im Camper verbaut haben und nicht alle Gastgeber Sanitäranlagen anbieten, mussten wir beispielsweise immer mal wieder nach Stellplatz Alternativen suchen. Die Mischung hat sich für uns aber abermals als perfekte Kombination erwiesen. Mit dem Pintrip Stellplatzführer haben wir tolle Menschen getroffen und ihre Arbeit und Produkte kennengelernt. Es ist eine tolle Möglichkeit Land und Leute authentisch zu erleben. Es hat alles reibungslos geklappt und wir wurden von allen Gastgebern freundlich aufgenommen. Wir haben uns einfach rundum wohl gefühlt und können daher einen Dänemark Urlaub mit dem Wohnmobil sowie den Stellplatzführer Pintrip aus vollem Herzen empfehlen.

Für 59,90 € könnt ihr euer persönliches Pintrip Exemplar und die damit verbundene einjährige Mitgliedschaft direkt auf der Internetseite erwerben -> Pintrip Shop. Das Buch und die Vignette sind noch bis zum 31.03.2023 gültig.

 

Wir wünschen euch viel Spaß und unvergessliche Erlebnisse auf eurer ganz eigenen Entdeckungstour

Hinweis zur Transparenz (Werbung) 
Der Stellplatzführer wurde uns freundlicherweise von Pintrip für unsere Reise zur Verfügung gestellt. Der Inhalt dieses Beitrags und unsere persönlichen Erfahrungen wurden dadurch aber nicht beeinflusst. Wir sind tatsächlich von diesem Konzept begeistert und nutzen es auch schon in Deutschland (Landvergnügen) und Österreich (Bauernleben). 

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Kommentare: 2
  • #1

    Anette (Sonntag, 17 Juli 2022)

    Vielen Dank für den tollen Bericht ��

  • #2

    Jessica Dehn (Sonntag, 17 Juli 2022 14:15)

    Sehr gerne. Es freut mich, wenn der Bericht gefällt.